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Der Botanische Pfad

 

Der botanische Pfad ist ein selten begangener und interessanter Weg. Der Pfad startet beim Passo Feudo. Fahren Sie mit den Kabinenbahnen: Erst mit der Seilbahn bis nach Gardonè und dann mit dem Sessellift bis zur Rifugio Passo Feudo Hütte.

Beim Passo Feudo schlagen Sie die Forststraße ein und Sie erreichen das Steinkapitell (auf der linken Seite) am Ende des Abstiegs. Folgen Sie der Straße weite: Auf der linken Seite startet der geologische Pfad „Geotrail Dos Capèl“. Nach einem kurzen Abstieg kommen Sie bei der Tresca Piste an. Bei der Kreuzung befolgen Sie die Ausschilderung und biegen Sie nach links Richtung „Sentiero botanico“ ab. Bleiben Sie auf diesem Weg bis Sie das nächste Schild erreichen, was in die Richtung einer grasigen Mulde führt.

Laufen Sie diesen Weg im Grünen entlang und bewundern Sie die farbigen Blumen, welche sie auf dem Pfad entdecken werden. Wenn Sie diesen Pfad Anfang Juli zurücklegen, werden Sie viele verschiedene Blumenarten erblicken können: Händelwurzen, Alpenrosen, Wald-Storchschnäbel, Türkenbünde, weißer Eisenhut, scharfer Hahnenfuß, Alpen-Astern, Thymian, Arnika, Enzian und noch viele andere Blumenarten und Sträucher.

Das Panorama ist wunderschön! Von hier aus können Sie die imposante Palagruppe und im Tal den Fortebuso Damm sehen. Weiter auf diesem Weg finden Sie auf der linken Seite viele Murmeltierhöhlen und auf der rechten Seite gibt es einen kleinen Brunnen, wo Sie eine Pause machen und sich erfrischen können.

Genießen Sie die Ruhe und die Stille der Berge, wo die einzigen Geräusche das Rauschen des Windes und das Zwitschern der Vögel sind. Vergessen Sie Ihre Probleme und atmen Sie die gesunde Bergluft tief ein. Es gibt nichts Gesünderes als mit der Natur verbunden zu sein.

Laufen Sie weiter auf dem Pfad durch Wiesen und auf weißen Steinen. Auf dieser Strecke können Sie verschiedene Baumarten wie Lärchen, Zierbelkiefer und Rottannen voneinander unterscheiden und ihre Besonderheiten erkennen. Auf der linken Seite in der Ferne können Sie die südliche Bergwand der Marmolata bewundern und weiter auf dem Pfad können Sie auch den Piz Boè (Boespitze) sehen. Der Weg führt Sie durch den Wald, welcher vor Wärme und vor der intensiven Sonne schützt.  Weiter auf dem Pfad werden Sie neben riesigen weißen Felsblöcken laufen, die vor Millionen von Jahren von dem Latemar ins Tal gewälzt wurden.

Auf dem Pfad werden Sie besondere Steine auf der rechten Seite bemerken. Auf diesen Felsen sind rote Nummern und Buchstaben zu erkennen, welche die Aufschriften der Hirten sind. Seit Mitte des 17. Jahrhundert und bis ins 20. Jahrhundert haben die Hirten Initialen, Kennzeichen, Daten, Namen und Zählungen des Viehbestandes auf diesen Steinen eingemeißelt.

Auf dieser Höhe wurden damals die Wiesen für die Heuernte genutzt, während Ziegen und Schafe auf  die Weide über unwegsames Gelände getrieben wurden, da sie flinke Tiere sind und auch unerreichbare Grasbüschel auf diesen steilen Weiden und Pfaden erreichen können. Aufgrund der enormen Steigung des Pfades und der Wiesen können nur flinke Tiere auf die Weide auf diesem Weg geführt werden.

Die Hirten haben die weißen Felsen, die sich zwischen den breiten Wiesen in großer Höhe und den Weiden befinden, mit rotem Ocker bemalt, welcher in den Bergen einfach zu finden ist. Im Fleimstal wird Ocker als „bòl” bezeichnet.

Weiter auf dem Pfad werden Sie viele Bäume entdecken, die eine merkwürdige Form haben. Im Winter rutscht der Schnee von den steilen Abhängen und wird dabei von den Bäumen aufgehalten. Diese widerstandfähigen Bäume brechen allerdings nicht ab, sondern biegen sich dadurch und entwickeln einen Buckel. Aus diesem Grund werden sie als buckelige Lärchen bezeichnet.

Auf dem Pfad sind aber auch verschiedene Tiere zu beobachten. Hier werden Sie viele Schmetterlinge, summende Bienen und fleißige Ameisen erblicken. Nachdem Sie den Wald durchschritten haben, werden Sie viele Mäuerchen aus dunklen Steinen sehen, welche neben dem Pfad stehen. Dieser Stein heißt Porphyr und besteht aus Lava, welche aus dem Vulkan von Predazzo stammt. Falls Sie mehr über die Gesteine des Latemars erfahren möchten, dann schlagen Sie den geologischen Pfad „Geotrail Dos Capèl” ein.

Das Rauschen des Windes und das Zwitschern der Vögel sind nicht die einzigen Geräusche, die zu hören sind: Hier kann man das Wasser hinunter rinnen hören. Ein Bächlein schneidet den Pfad! Überschreiten Sie es, aber vergessen Sie nicht die  Augen offen zu halten, ob Sie Brunnenkresse dort entdecken. Diese Pflanze wächst nur neben den Bächen und wenn Sie sie erkennen, dann kosten Sie ein kleines scharfes Blatt davon.

Nachdem Sie einen kurzen Aufstieg hinter sich haben, setzen Sie den Weg durch den Wald fort, welcher aus Rottannen besteht. Sobald Sie das Dach der Gardonè Alm sehen, haben Sie das Ende des Pfades erreicht. Hier befinden sich der Sessellift Gardonè-Passo Feudo und auf der rechten Seite die Baita (Hütte) Gardonè. Nach dieser spannenden Naturerfahrung und dieser anstrengenden Wanderung können Sie sich auf der Terrasse der Hütte erquicken.

Nach einer langen Wanderung und einem anstrengenden Abstieg sollte man Stretching-Übungen für die vierköpfigen Oberschenkelmuskeln ausführen, um am Tag danach wieder fit zu sein und eine neue Wanderung ins Auge fassen zu können.

Info

quota
2000 m
dislivello
551m
tempo-percorrenza
2 Stunde
bici-no
NO BIKE
passeggiata-media
Mittlere Schwierigkeit

Stay tuned!